Bewährte Methoden

Employer Branding im Hotel: So wird ein Hotel zum attraktiven Arbeitgeber

Die Hotellerie steht nicht erst seit Kurzem vor der Herausforderung, gute Mitarbeitende zu gewinnen. Die Fluktuation ist oftmals hoch, Fachkräfte rar. Nicht ohne Grund hat Employer Branding in der Hotellerie Hochkonjunktur. Während Zimmer neu eingerichtet und Restaurants modernisiert werden, entscheidet vor allem etwas anderes über den Erfolg eines Hotels: die Mitarbeitenden. Wer eine starke Arbeitgebermarke aufbaut, sichert sich motivierte Teams und zufriedenere Gäste. Dabei spielt Technologie mittlerweile eine wesentliche Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet Employer Branding im Hotelgewerbe?

Definition und Grundlagen des Employer Branding

Vereinfacht gesagt beschreibt Employer Branding alle Maßnahmen, die ein Hotel als attraktiven Arbeitgeber positionieren und den größten Problemen der Hotelbranche wie Fluktuation und Fachkräftemangel entgegenwirken. Dabei geht es nicht nur um Jobanzeigen und Recruiting-Kampagnen. Vielmehr steht das Gefühl im Vordergrund, das ein Hotel als Arbeitgeber vermittelt. Dabei werden Werte erarbeitet und in den Mittelpunkt gestellt, Teamgeist spielt eine große Rolle und die Arbeit im Hotel bietet Chancen.

Dafür wird in der Regel zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht: Wofür steht das Hotel, für welche Kultur? Welche Vorteile haben Mitarbeitende? Die Ergebnisse werden in einer Employer Value Proposition festgehalten. Das ist eine Branding-Strategie, sozusagen ein Arbeitgeberversprechen, bei dem neben dem Gehalt auch Benefits, Entwicklungsmöglichkeiten und das Arbeitsklima definiert werden.

Was bedeutet Employer Branding für die Hotellerie?

Fachkräftemangel ist das größte Problem der Hotelbranche. Während die Gästerwartungen steigen und sich Hotelmanager immer neuen Herausforderungen gegenübersehen, bleibt die Fluktuation hoch. Dabei steht und fällt die Gästeerfahrung mit guten Mitarbeitenden. Das beginnt schon beim Gästeerlebnis an der Rezeption: Wird nicht autark per App eingecheckt oder entstehen Fragen, treffen Gäste zuerst auf die Mitarbeitenden im Front Office. Und hier möchte man gern auf gut gelaunte statt gestresste Menschen treffen. So geht es beim gesamten Hotelaufenthalt weiter. Kurz gesagt: Mitarbeitende sind die treibende Kraft in Hotels und Mitarbeiterbindung hat oberste Priorität. Daher ist eine gute Employer-Branding-Strategie für Hotels unerlässlich – das bietet guten Mitarbeitenden einen Anreiz und fördert die Mitarbeiterbindung.Was bedeutet Employer Branding im Hotelgewerbe

Vorteile von Employer Branding für Hotels

Steigerung der Mitarbeitergewinnung

Wer arbeitet nicht gern bei einem Unternehmen, das sich Gedanken um die Mitarbeitenden macht? Eine starke Arbeitgebermarke kann wie ein Magnet wirken. Employer Branding steigert die Wahrnehmung und erreicht so mit größerer Chance die richtigen Mitarbeitenden. Diese bewerben sich, wenn die genannten Werte, Arbeitsbedingungen und die Teamkultur zu ihnen passen und das Hotel damit zu einem attraktiven Arbeitgeber wird. So wird das Recruiting nicht nur leichter, sondern auch erfolgreicher – und seltener notwendig.

Verbesserung der Mitarbeiterbindung

Sind die passenden Mitarbeitenden erst einmal rekrutiert, geht es darum, sie langfristig zu halten. Wer für ein gutes Betriebsklima sorgt, sorgt auch für gute Mitarbeiterbindung im Hotel und für gute Laune – die sich wiederum auf die Gäste überträgt. Eine gute Arbeitgebermarke schafft Identifikation, Motivation und Loyalität. Dann sinkt die Fluktuation und das angeeignete Wissen bleibt im Team, statt permanent an neue Mitarbeitende übergeben werden zu müssen, und das wirkt sich schnell auf das Gästeerlebnis aus. In der Hotellerie sind gute und loyale Mitarbeitende bares Geld wert, doch dafür muss der Arbeitgeber mit Employer Branding auch Anreize bieten.

Imageaufbau und Wettbewerbsvorteile

Wer sich Gedanken um seine Marke macht, um Werte und Benefits für Mitarbeitende, kann diese entsprechend konkret kommunizieren und fällt auf. Behandelt ein Hotel seine Mitarbeitenden gut, wird das modern und kundennah – die positive Stimmung spüren die Gäste. Damit sind gutes Employer Branding und ein starkes Image wesentliche Marketinginstrumente und sorgen für Sichtbarkeit auf dem stark umkämpften Markt.

Strategien zur erfolgreichen Umsetzung

Aber wie kommt man nun zu einem guten Employer Branding? Dafür ist ein wenig Vorarbeit notwendig, aber die lohnt sich!

1. Werte definieren

Wer Werte kommunizieren will, sollte diese erst einmal definieren. Die Unternehmenskultur ist das Fundament des Employer Brandings. Der Status Quo sollte durch beispielsweise Mitarbeiterbefragungen erfasst werden und Ziele für Zusammenarbeit, Führung und Kommunikation sollten definiert werden. Intern sorgt das für Stabilität und Loyalität, schlicht für gute Laune, und auch nach außen wirkt es enorm positiv.

2. Arbeitgebermarke sichtbar machen

Die definierte Unternehmenskultur muss nicht nur festgehalten, sondern dann auch sichtbar gemacht werden. Employer Branding lebt von Transparenz. Sei es auf den Karriereseiten der eigenen Webseite, Social-Media-Kanälen oder anderen Plattformen. Es sollte deutlich gemacht werden, was es bedeutet, Teil des Teams zu sein. Ungeschönt – denn hier schlägt Authentizität ganz klar auf Perfektion getrimmte Posts. Stockfotos sind hier fehl am Platz!

3. Mitarbeitende als Markenbotschafter

Wer kann eine Botschaft besser transportieren als die Mitarbeitenden? Wenn Andrea vom Empfang einen Einblick hinter die Kulissen gibt, ist das mehr wert, als jeder glattpolierte Post. Die Basis dafür sind natürlich eine ehrliche Feedbackkultur, Partizipation und Entwicklungsmöglichkeiten – niemand möchte geschönte Aussagen hören. Tragen Mitarbeitende freiwillig ein positives Bild nach außen, ist das spürbar.

4. Laufender Prozess

Employer Branding ist eine laufende Anpassung , keine einmalige Aktion. Feedback sollte regelmäßig eingeholt werden, Austrittsgespräche liefern Aufschluss über Gründe, die Marke kann nur durch ehrliche Rückmeldungen verbessert werden. Außerdem verändert sich die Branche stetig – darauf sollte die Arbeitgebermarke angepasst werden.

Strategien zur erfolgreichen Umsetzung

Technologie als Employer-Branding-Booster

Wie kann Technologie beim Employer Branding helfen? Ganz einfach, sie revolutioniert den Arbeitsalltag. Und das nicht nur in großen Häusern und Ketten, sondern auch in kleinen Hotels erleichtert Hotelsoftware die Abläufe. Um nur einige Beispiele zu nennen:

Optimierte Abläufe, weniger Stress

Cloud-basiertes Property-Management-System (PMS) optimiert die Abläufe im gesamten Arbeitsalltag eines Hotels. Keine chaotischen Papierlisten mehr, Chaos bei Buchungen und Check-Ins sind Geschichte. Das Housekeeping kommuniziert in Echtzeit und der Schichtplan wird automatisch optimiert. Das sorgt für entspannte Mitarbeitende und mehr Zeit für Gäste.

Mobilität und Kommunikation

Ob Team-Chat, mobile Reports oder digitale Übergaben – moderne Tools erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Rezeption, Housekeeping und Management. Informationen gehen nicht mehr verloren, Missverständnisse werden seltener, und die Stimmung im Team steigt.

Automatisierung von Routinen

Gerade sich permanent wiederholende Aufgaben machen den Arbeitsalltag oft mühsam. Wer immer wieder die gleichen Aktionen ausführt, ist irgendwann genervt und gelangweilt. Bleibt den Mitarbeitenden mehr Zeit für den interaktiven und spannenden Part des Jobs, steigt die Zufriedenheit automatisch. Und die Fehlerquote sinkt – auch das sorgt für gute Laune auf allen Seiten. Entsprechende Tools optimieren die Arbeitsprozesse in Hotels.

Intelligente Schichtplanung

Während früher die Köpfe über Schichtplänen rauchten, übernimmt das jetzt ein Tool. Ist jemand spontan krank? Das System reagiert. Wird jemand versehentlich überlastet? Das Tool warnt. Das Ergebnis ist Zeitersparnis im Personalmanagement des Hotels und Mitarbeitende, die sich fairer behandelt fühlen.

Technologie als modernes Argument im Recruiting

Technologie steht für moderne Unternehmen. Würdest du lieber in einem Hotel mit dickem Reservierungsbuch arbeiten oder in einem mit automatisierten Reservierungen? Im digitalen Zeitalter gibt es keine Alternative und es lohnt sich für beide Seiten.

Fazit

Employer Branding macht Hotels zu Arbeitsplätzen mit zufriedenen Mitarbeitenden. Es stärkt das Team, wirkt attraktiv für Fachkräfte und verbessert nicht zuletzt das Gästeerlebnis. Technologie unterstützt die Arbeitgebermarke, indem Prozesse optimiert werden, mehr Übersicht und Organisation herrscht und repetitive Aufgaben einfach wegfallen – alles Pluspunkte für bestehende und potenzielle Mitarbeitende!

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